Walterdesk
← Zurück zum Blog
Sicherheit6 Min. Lesezeit

Prompt-Sicherheit: Schutz sensibler Unternehmensdaten

Jeder Prompt kann Geschäftsgeheimnisse oder Personendaten enthalten. Best Practices für einen sicheren Umgang mit KI, ohne Ihre Teams auszubremsen.

Im Jahr 2023 machten mehrere Grosskonzerne Schlagzeilen, nachdem Mitarbeitende vertraulichen Quellcode oder Protokolle strategischer Sitzungen in öffentliche Chatbots kopiert hatten. Der Reflex ist verständlich: KI spart Zeit, und die Grenze zwischen harmlosen und sensiblen Daten ist im Eifer des Gefechts nicht immer offensichtlich.

Das Hauptrisiko von Consumer-Tools liegt in deren Geschäftsmodell: Unterhaltungen können gespeichert, analysiert und gemäss den Nutzungsbedingungen zur Verbesserung der Modelle verwendet werden. Vertrauliche Informationen, die heute eingegeben werden, können theoretisch morgen die Antworten beeinflussen, die andere Nutzer erhalten. Für Geschäftsgeheimnisse, Kundendaten oder berufsgeheimnisrelevante Informationen ist dieses Risiko inakzeptabel.

Die erste Massnahme ist organisatorischer Natur: die Einführung einer kurzen und klaren KI-Nutzungsrichtlinie. Oft genügen drei Kategorien: frei verwendbare Daten (öffentliche Informationen, allgemeine Texte), Daten zur ausschliesslichen Nutzung in der privaten Instanz des Unternehmens (Geschäftsdaten, interne Dokumente) und Daten, die ohne vorherige Prüfung überhaupt nicht per KI verarbeitet werden dürfen (Patientendaten, namentliche Rechtsakten, Herstellungsgeheimnisse).

Die zweite Massnahme ist technischer Natur: Stellen Sie Ihren Teams ein offizielles Werkzeug zur Verfügung, das Schatten-IT überflüssig macht. Bietet das Unternehmen eine leistungsstarke, private und von der Geschäftsleitung freigegebene KI-Schnittstelle an, haben Mitarbeitende keinen Grund mehr, private Konten bei öffentlichen Diensten zu nutzen. Dies ist der wirksamste Schutz vor Datenabfluss durch Prompts: Verbote durch eine bessere Alternative ersetzen.

Die dritte Massnahme ist die Kontrolle: wissen, wer was nutzt. Eine Unternehmensplattform bietet aggregierte Nutzungsstatistiken und, falls erforderlich, Audit-Logs. Dabei geht es nicht darum, die Chatinhalte der einzelnen Mitarbeitenden zu überwachen, sondern ungewöhnliche Nutzungsmuster zu erkennen und die Compliance gegenüber Kunden und Aufsichtsbehörden zu dokumentieren.

Schliesslich bleibt die Verschlüsselung das Fundament: TLS 1.3 bei der Übertragung, AES-256 im Ruhezustand und die Verwaltung von Zugriffsdaten ausserhalb des Codes. Bei einer dedizierten Instanz pro Unternehmen bleibt eine allfällige Kompromittierung auf einen Mandanten beschränkt – im Gegensatz zu Shared-Architekturen, bei denen ein Sicherheitsleck die Daten von Tausenden von Organisationen gleichzeitig gefährden kann.

Bereit zu starten?

Testen Sie Walterdesk 14 Tage lang kostenlos, ohne Kreditkarte.

Prompt-Sicherheit: Schutz sensibler Unternehmensdaten | Walterdesk